Read Köpfe und Masken: Symbolische Bauplastik an mittelalterlichen Kirchen by Peter Dinzelbacher Online

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Schau, schau In mittelalterlichen Kirchen f hlt man sich oft von kopff rmigen Skulpturen an den Kapitellen geradezu beobachtet In Gesellschaft steinerner Masken, Tiere, ja bisweilen Monstren, Pflanzen und geometrischer Figuren geben sie viel ber die religi sen Vorstellungen einer Epoche preis, die bis heute auf uns eine r tselhafte Faszination aus bt Der vorliegende Band zeigt erstmals in etwa 200 Abbildungen den Reichtum dieser von der Kunstgeschichte weitgehend vernachl ssigten Objekte nicht nur im Land Salzburg, sondern auch in Bayern Da es sich bei den Kopfskulpturen und Motiven um ein gesamteurop isches Ph nomen handelt, werden immer wieder Vergleiche aus anderen Regionen gezeigt.Eingegangen wird auf die formale Entstehung dieser steinernen Masken und Gesichter in Romanik und Gotik ebenso wie auf die Psychologie ihrer Wirkung Die F lle der Beispiele erlaubt eine eingehende Diskussion dieser Interpretationen und erm glicht tiefe Einblicke in die faszinierende religi se Mentalit t des Mittelalters....

Title : Köpfe und Masken: Symbolische Bauplastik an mittelalterlichen Kirchen
Author :
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ISBN : 3702507418
ISBN13 : 978-3702507411
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Anton Pustet Salzburg 22 April 2014
Number of Pages : 190 Seiten
File Size : 896 KB
Status : Available For Download
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Köpfe und Masken: Symbolische Bauplastik an mittelalterlichen Kirchen Reviews

  • Godot
    2019-04-08 05:01

    Der Autor beschreibt eine unglaubliche Fülle von steinernen Köpfen und Masken, aber auch andere Bauplastiken, die sich auf, in und außerhalb von Kirchen des Mittelalters finden. Dieses Thema wurde meines Wissens nach noch nie in dieser Detailgenauigkeit bearbeitet. Die Deutung und Entschlüsselung dieser Objekte eröffnet dem Betrachter eine völlig neue Sicht auf die Bauwerke des Mittelalters und öffnet dem historisch interessierten Besucher einer Kirche den Blick auf bisher kaum beachtete steinerne Symbole.In erster Linie beziehen sich die Darstellungen auf Kirchen des salzburgisch-bayerischen Raumes mit Querverweisen auf sakrale Bauwerke auch in anderen Regionen Europas.Für den interessierten Laien wie den Fachkundigen bietet dieses Buch eine intensive und wissenschaftlich fundierte Darstellung der mittelalterlichen Bauplastiken, wie es sie bisher nicht gegeben hat und die zudem - trotz des wissenschaftlichen Niveaus - leicht verständlich gehalten ist.

  • Jouvancourt
    2019-04-13 04:54

    *Der Autor dieses interessanten Buches ist Professor an der Universität Wien und schon im Vorspann fragt sich der Autor, warum noch nie ein Wissenschaftler daran gedacht hat, diese steinernen Masken oder "Kepf" zu untersuchen und zu beschreiben.Also machte er sich an das Werk und studierte diese steinernen Verzierungen im Salzburger Land und in Bayern. Heraus kam eine Monographie allererster Güte über diese Erscheinungen, die man an Kirchen, Brunnen oder Bürgerhäusern sehen kann. Über Jahrhunderte gab es diese Sitte in ganz Europa, kleine Köpfe, oder wissenschaftlich ausgedrückt die "têtes coupées", deren Bedeutung verschiedene Ursachen haben kann. Da wäre zunächst das Augenzwinkern des Kathedralenarchitekten oder des Bischofs, eine geheime Nachricht an die Nachwelt, ein Abwehrzeichen gegen böse Geister oder eine eindeutige Symbolik für das Gute und Böse im Menschen. Im Buch wird untersucht, wie Bauplastik und Architektur zueinander stehen, welche Arten von Köpfen es gibt - integrierte oder applizierte -, wie sie dargestellte werden, in Gruppen oder als Einzelfiguren und welche Tierköpfe vorkommen. Weiter wird der Faden über die Psychologie der Faszination, über die Motive der Bauplastik und über die Deutung des Kopfskulpturen gespannt.Das sehr handliche Buch im Format 11 x 18 cm weist 170 Seiten auf, es gibt viele S/W Bilder im Text verstreut, doch sehr viele wunderschöne S/W oder Farbfotos finden sich im hinteren Bildteil des Buches. Das Buch schließt mit reichen Quellenangaben und Anmerkungen ab.Mehr eine Doktorarbeit als ein einfaches Sachbuch, ist es dennoch spannend zu lesen und kann den interessierten Fachmann sicher begeistern!.

  • Peter Krackowizer
    2019-04-06 02:44

    „Die symbolische Bauplastik des Mittelalters für Stadt und Land und die nähere Umgebung vorzustellen und zu illustrieren sind das wichtigste Ziel dieses Buches“ schreibt der Autor, Professor an der Universität Wien, in seinem Vorwort. Was ja und nein für den Inhalt in meinen Augen zutrifft.Das Bild einer Maske aus der Pfarrkirche in Marktgröningen nördlich von Stuttgart wirkt so ganz anders und faschingshaft als die Salzburger Masken, Bilder von Masken und Köpfen aus Landshut und Bingen, Altötting, Bremen, Kilpeck, Zürich und anderen Orten Europas scheinen wohl ergänzend verwendet worden zu sein mangels Bildmaterial aus der näheren Umgebung. Obwohl natürlich auch von dieser Region viele Detailaufnahmen im Buch geboten werden. Auch das Ortsregister führt überwiegend Ort aus Europa an.Aber da bin ich auch schon bei Schwachpunkt, der sich für mich gezeigt hat: Natürlich hat das Buch ein Inhaltsverzeichnis und ein Ortsregister, aber irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, in jedem Kapitel auch etwas von anderen und umgekehrt vorzufinden. So wird die Bedeutung der Löwendarstellung in einem eigenen Kapitel über die Bedeutung von Tiere erläutert. Man findet aber auch weitere Erklärungen an anderen Stellen im Buch. Also, etwas unruhig geschrieben, keine klare Inhaltstrennung.Mich irritierte auch die sehr steife französische Broschur (Bindung), die mich über das übliche Maß an Kraft kostete sowie die für mich schwer lesbare hellgraue Schriftfarbe in durchaus lesbarer Schriftgröße.Inhaltlich sicherlich reich an Informationen, wie an Hand des Kapitels „Deutung der Kopfskulpturen“ mit den Themen u.a. „Auftraggeber und Bildhauer“, „Programme“, „Nichtmenschliche Wesen“, „Apotropäische Schreckgestalten“, „Bedeutungsloses Zierwerk: Drôlerien“ zu erkennen ist. Doch der „spezifischen Entwicklung in Salzburg“ sind dann lediglich zwei Seiten gewidmet. Bibliografie, Glossar, erwähntes Ortsregister, mehr als 130 Schwarzweißbilder und 15 Farbbilder schließen das Buch ab.